Berufswechsel als Lackierer/in
Mit deiner Erfahrung kannst du in 8 Berufe wechseln: 4 mit Einarbeitung im Betrieb und 4 mit Ausbildung oder Kurs.
In der Berufssuche kannst du nach deinen Wünschen sortieren, Berufe merken und sehen, wie es danach weitergeht.
Wechselwege
-
Roboterprogrammierer/in für Lackieranlagen
Auch: Anlagenführer/in Lackierroboter
Mit EinarbeitungAufstieg
In automatisierten Lackieranlagen überwachst du Roboter, optimierst Lackierprogramme, rüstest um und behebst Störungen.
- Das bringst du mit:
- Du weißt, wie Abstand, Winkel, Überlappung und Lackmenge das Ergebnis bestimmen, und erkennst, wenn eine Anlage nicht sauber lackiert.
- So kommst du hin:
- Einarbeitung an der Anlage und Programmierlehrgänge der Roboterhersteller oder von Bildungsträgern, meist einige Tage bis Wochen je Steuerung; eine Förderung über Bildungsgutschein ist möglich, wenn Agentur für Arbeit oder Jobcenter sie bewilligen. Stellen gibt es vor allem in der Automobil- und Zulieferindustrie, oft im Schichtbetrieb.*
* Angaben ohne Gewähr.
SchichtdienstWenig Kundenkontakt5.237 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Anwendungstechniker/in für Fahrzeuglacke
Auch: Außendienstmitarbeiter/in für Lacke und Lackierzubehör
Mit Einarbeitung
Bei Lackherstellern oder im Großhandel berätst du Lackierbetriebe, führst Produkte in der Kabine vor, schulst Anwender und hilfst bei Reklamationen.
- Das bringst du mit:
- Du kennst Lacksysteme, Spritztechnik, Farbtonfindung und typische Verarbeitungsfehler aus der täglichen Arbeit.
- So kommst du hin:
- Hersteller und Großhändler stellen erfahrene Lackierer/innen mit Gesellenbrief oder Meister ein und arbeiten sie einige Wochen bis Monate mit Produktschulungen ein. Führerschein Klasse B und Reisebereitschaft werden erwartet; kaufmännische Kenntnisse erwirbst du über Schulungen oder eine Fortbildung.*
* Angaben ohne Gewähr.
Meist ohne WochenendeFeste TageszeitenViel mit Menschen5.550 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Qualitätsprüfer/in Lack und Oberfläche
Auch: Lackauditor/in in der Automobilindustrie
Mit Einarbeitung
In der Qualitätsprüfung kontrollierst du lackierte Teile und Fahrzeuge unter Licht, misst Schichtdicken und Glanz, dokumentierst Fehler und gibst Rückmeldung an Lackiererei und Zulieferer.
- Das bringst du mit:
- Du erkennst Läufer, Einschlüsse, Orangenhaut und Farbtonabweichungen sofort und kennst ihre Ursachen aus eigener Erfahrung.
- So kommst du hin:
- Einarbeitung in der Qualitätssicherung eines Fahrzeugherstellers, Zulieferers oder Beschichtungsbetriebs, meist einige Wochen, oft mit Schulungen zu Messgeräten und Prüfnormen. Schichtarbeit ist in der Serienfertigung üblich.*
* Angaben ohne Gewähr.
Meist ohne WochenendeWenig Kundenkontakt4.159 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Korrosionsschutzinspektor/in
Auch: Beschichtungsinspektor/in
Mit Einarbeitung
Als Inspektor/in für Korrosionsschutz prüfst du auf Baustellen, in Werften oder an Windenergieanlagen, ob Stahlbauteile richtig vorbereitet und beschichtet werden, und dokumentierst die Ergebnisse für die Auftraggeber.
- Das bringst du mit:
- Du kennst Untergrundvorbereitung, Schichtaufbau, Schichtdickenmessung und Beschichtungsfehler aus der Praxis.
- So kommst du hin:
- Inspektorenlehrgänge für Korrosionsschutz, etwa nach FROSIO, dauern je nach Stufe und Anbieter etwa ein bis zwei Wochen und enden mit einer Prüfung; Voraussetzung ist Berufserfahrung im Beschichten, ob deine Praxis reicht, prüft der Anbieter. Arbeitgeber sind Prüf- und Ingenieurbüros, Stahlbau und Anlagenbetreiber; Reisen und Arbeit in der Höhe gehören oft dazu, Erfahrung mit Stahlbauteilen ist ein Vorteil.*
* Angaben ohne Gewähr.
Meist ohne WochenendeKörperlich anstrengendViel draußen -
Maler- und Lackierermeister/in
Auch: Schichtleiter/in in einer Industrielackiererei
Mit WeiterbildungAufstieg
Als Meister/in oder Schichtleitung planst du Aufträge und Personal, kontrollierst Qualität und Arbeitsschutz und bildest Nachwuchs aus.
- Das bringst du mit:
- Du kennst Untergründe, Lacksysteme, Lackierfehler und die Abläufe in Lackierkabine und Lackieranlage genau.
- So kommst du hin:
- Meisterprüfung im Maler- und Lackierer-Handwerk mit dem Schwerpunkt Fahrzeuglackierung, in Vollzeit meist rund ein Jahr, berufsbegleitend 2 bis 3 Jahre, über Aufstiegs-BAföG förderfähig; zugelassen wirst du mit dem Gesellenbrief. In der Industrie führt der Weg meist über Erfahrung und eine Industriemeister-Fortbildung, etwa Fachrichtung Metall: mit einem anderen Abschluss als einem Metallberuf nach 2 Jahren Praxis zum ersten Prüfungsteil, für den zweiten nach einem weiteren Jahr.*
* Angaben ohne Gewähr.
SchichtdienstWenig Kundenkontakt4.499 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Kfz-Sachverständige/r für Schäden und Bewertung
Auch: Schadenregulierer/in Kfz
Mit WeiterbildungAufstieg
Als Sachverständige/r oder Schadenregulierer/in begutachtest du Unfall- und Hagelschäden, kalkulierst Reparaturen mit Schadenprogrammen und schreibst Gutachten für Versicherer, Anwälte und Fahrzeughalter.
- Das bringst du mit:
- Du erkennst Lackschäden, Nachlackierungen und Reparaturaufwand auf einen Blick und weißt, wie eine fachgerechte Instandsetzung abläuft.
- So kommst du hin:
- Meist nach der Meisterprüfung und einigen Jahren Berufserfahrung; Lehrgänge zum Kfz-Sachverständigen für Schäden und Bewertung bieten Sachverständigenorganisationen und Bildungsträger an, oft mehrere Wochen bis Monate. Versicherer arbeiten Regulierer/innen im Außendienst selbst ein; amtliche Fahrzeugprüfungen wie die Hauptuntersuchung erfordern dagegen ein Ingenieurstudium.*
* Angaben ohne Gewähr.
Meist ohne WochenendeFeste Tageszeiten4.431 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Staatlich geprüfte/r Techniker/in Farb- und Lacktechnik
Auch: Lacktechniker/in in der Qualitätssicherung
Mit WeiterbildungAufstieg
Als Lacktechniker/in arbeitest du in Labor, Anwendungstechnik oder Qualitätssicherung eines Lackherstellers oder einer großen Lackiererei, prüfst Lacke, entwickelst Rezepturen mit und klärst die Ursachen von Lackfehlern.
- Das bringst du mit:
- Du kennst Lackaufbau, Trocknung, Haftung und Fehlerbilder aus der Praxis.
- So kommst du hin:
- Fachschule für Technik mit dem Schwerpunkt Farb- und Lacktechnik oder Oberflächentechnik, die es nur an wenigen Standorten gibt, 2 Jahre in Vollzeit oder rund 4 Jahre berufsbegleitend, über Aufstiegs-BAföG förderfähig. Zugang meist mit Berufsabschluss und mindestens einem Jahr Praxis, die genauen Regeln legt das Bundesland fest.*
* Angaben ohne Gewähr.
Meist ohne WochenendeKörperlich leichtWenig Kundenkontakt4.932 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Ausbilder/in für Fahrzeuglackierer in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte
Auch: Ausbildungsmeister/in Lackiertechnik
Mit WeiterbildungAufstieg
Als Ausbilder/in betreust du Auszubildende in Lehrgängen von Handwerkskammer oder Innung, bereitest sie auf ihre Prüfungen vor und wirkst in Prüfungsausschüssen mit.
- Das bringst du mit:
- Du beherrschst Vorbereitung, Spritztechnik und Farbtonfindung sicher und kannst Arbeitsschritte verständlich vormachen.
- So kommst du hin:
- Im zulassungspflichtigen Maler- und Lackierer-Handwerk, zu dem die Ausbildung von Fahrzeuglackierern gehört, brauchst du zum Ausbilden in der Regel die Meisterprüfung, die die Ausbildereignung umfasst; Gesellenbrief und Ausbildereignungsprüfung allein reichen dort nicht. In Industriebetrieben reichen nach dem Berufsbildungsgesetz ein passender Berufsabschluss, Berufserfahrung und die Ausbildereignung, die du mit einer Prüfung bei der IHK nachweist. Hauptberufliche Stellen in überbetrieblichen Ausbildungsstätten werden meist mit Meisterinnen und Meistern besetzt.*Gesetzlich geregelt (Berufsbildungsgesetz (BBiG) § 30, Handwerksordnung (HwO) § 22b, Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO)).
* Angaben ohne Gewähr.
Meist ohne WochenendeFeste Tageszeiten5.075 €brutto im MonatMittleres Gehalt
Gehalt: Mitte aller Vollzeitbeschäftigten im jeweiligen Beruf, brutto im Monat ohne Sonderzahlungen, Stand April 2025. Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Tabelle 62361-0030, Lizenz dl-de/by-2-0. Zuordnung zu den Berufen: quereinsteiger.de. Angaben ohne Gewähr.
Häufige Fragen
Welche Berufe kann ich als Lackierer/in ohne Ausbildung oder Umschulung machen?
Ohne neuen Abschluss, oft mit Einarbeitung im Betrieb: Roboterprogrammierer/in für Lackieranlagen, Anwendungstechniker/in für Fahrzeuglacke, Qualitätsprüfer/in Lack und Oberfläche und Korrosionsschutzinspektor/in.
Welche Umschulung oder Weiterbildung passt zu Lackierer/in?
Mit einer Ausbildung, Umschulung, Fortbildung oder einem Kurs: Maler- und Lackierermeister/in, Kfz-Sachverständige/r für Schäden und Bewertung, Staatlich geprüfte/r Techniker/in Farb- und Lacktechnik und Ausbilder/in für Fahrzeuglackierer in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als Lackierer/in?
Als Aufstieg gelten zum Beispiel: Maler- und Lackierermeister/in, Kfz-Sachverständige/r für Schäden und Bewertung, Staatlich geprüfte/r Techniker/in Farb- und Lacktechnik, Roboterprogrammierer/in für Lackieranlagen und Ausbilder/in für Fahrzeuglackierer in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte.
Welche dieser Berufe zahlen am meisten?
Das höchste mittlere Gehalt in Vollzeit haben laut amtlicher Statistik: Anwendungstechniker/in für Fahrzeuglacke (5.550 € brutto im Monat), Roboterprogrammierer/in für Lackieranlagen (5.237 € brutto im Monat) und Ausbilder/in für Fahrzeuglackierer in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte (5.075 € brutto im Monat). Die Hälfte der Beschäftigten verdient mehr, die Hälfte weniger, beim Einstieg liegt es oft darunter. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), April 2025. Angaben ohne Gewähr.
Dein Beruf ist nicht dabei?
Ein Satz von dir reicht.
Gib ein, was du heute machst, auch in eigenen Worten.
Du siehst sofort, wohin du wechseln kannst.