Berufswechsel als Lokführer/in
Mit deiner Erfahrung kannst du in 7 Berufe wechseln: 3 mit Einarbeitung im Betrieb und 4 mit Ausbildung oder Kurs.
In der Berufssuche kannst du nach deinen Wünschen sortieren, Berufe merken und sehen, wie es danach weitergeht.
Wechselwege
-
Disponent/in in der Transportleitung
Auch: Personaldisponent/in für Triebfahrzeugführer
Mit Einarbeitung
In der Transportleitung oder Disposition eines Eisenbahnverkehrsunternehmens planst du Fahrzeuge und Personal, findest bei Störungen schnell Ersatz und stimmst dich mit Netz und Werkstätten ab.
- Das bringst du mit:
- Du weißt aus eigener Erfahrung, was Verspätungen, Fahrzeugschäden und fehlendes Personal für Umläufe und Anschlüsse bedeuten.
- So kommst du hin:
- Interner Wechsel mit Einarbeitung von einigen Wochen bis Monaten; sicherer Umgang mit PC und Dispositionsprogrammen wird erwartet. Die Disposition arbeitet meist rund um die Uhr im Schichtdienst, aber ohne Fahrdienst; für spätere Leitungsaufgaben hilft eine Fortbildung bei der IHK, je nach Bereich Geprüfte/r Fachwirt/in für Personenverkehr und Mobilität oder für Güterverkehr und Logistik.*
* Angaben ohne Gewähr.
SchichtdienstKörperlich leichtWenig KundenkontaktIm Büro3.929 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Inbetriebnahmetechniker/in für Schienenfahrzeuge
Auch: Inbetriebnehmer/in Fahrzeugtechnik
Mit Einarbeitung
Beim Hersteller oder Instandhalter nimmst du neue oder modernisierte Fahrzeuge in Betrieb, führst Prüf- und Probefahrten durch, dokumentierst Fehler und arbeitest mit Entwicklung und Werkstatt zusammen.
- Das bringst du mit:
- Du kennst das Verhalten von Zügen im Betrieb, Bremsen, Leittechnik und Störungsmeldungen aus dem Führerstand.
- So kommst du hin:
- Hersteller von Schienenfahrzeugen setzen erfahrene Triebfahrzeugführer bei Inbetriebnahme und Probefahrten ein und arbeiten sie einige Monate ein; für die technische Fehlersuche wird meist zusätzlich ein Abschluss in einem Elektro- oder Mechatronikberuf erwartet. Reisen zu Testgleisen und Kunden gehören oft dazu.*
* Angaben ohne Gewähr.
SchichtdienstWenig Kundenkontakt4.188 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Notfallmanager/in bei der Eisenbahn
Mit Einarbeitung
Als Notfallmanager/in fährst du bei Unfällen, Personenschäden oder größeren Störungen an den Ort des Geschehens, sicherst den Bahnbetrieb, koordinierst Feuerwehr, Polizei und Bahnpersonal und sorgst dafür, dass die Strecke wieder frei wird.
- Das bringst du mit:
- Du kennst Betriebsabläufe, Sicherheitsregeln und Ereignisse im Gleis aus eigener Erfahrung und bleibst in belastenden Situationen handlungsfähig.
- So kommst du hin:
- Betreiber der Schieneninfrastruktur besetzen diese Stellen mit erfahrenen Beschäftigten aus dem Bahnbetrieb, etwa Triebfahrzeugführern oder Fahrdienstleitern, und qualifizieren sie intern über einige Wochen bis Monate. Bereitschaftsdienste rund um die Uhr, ein Führerschein Klasse B und psychische Belastbarkeit gehören dazu.*
* Angaben ohne Gewähr.
Oft am WochenendeSchichtdienst -
Ausbilder/in für Triebfahrzeugführer
Auch: Lehrlokführer/in
Mit WeiterbildungAufstieg
Als Ausbilder/in unterrichtest du angehende Lokführerinnen und Lokführer in Theorie, am Simulator und auf der Strecke und bereitest sie auf ihre Prüfungen vor.
- Das bringst du mit:
- Du kennst Fahrzeuge, Strecken, Bremsen und Betriebsvorschriften aus der Praxis und kannst schwierige Situationen im Führerstand verständlich erklären.
- So kommst du hin:
- Als Ausbilder/in brauchst du eine eigene Anerkennung durch die zuständige Behörde oder du arbeitest für eine anerkannte Ausbildungsstelle; in beiden Fällen gelten für die praktische Ausbildung unter anderem mindestens 3 Jahre Berufserfahrung als Triebfahrzeugführer/in innerhalb der letzten 10 Jahre, pädagogische Kenntnisse, die du in einem Lehrgang erwirbst, und regelmäßige Fortbildung. Stellen gibt es bei Eisenbahnunternehmen, ihren Bildungszentren und privaten Ausbildungsstellen; Prüfer/in wirst du nur mit einer eigenen Anerkennung, unter anderem ab 26 Jahren und nach mindestens 4 Jahren im Eisenbahnbetriebsdienst innerhalb der letzten 5 Jahre.*Gesetzlich geregelt (Triebfahrzeugführerscheinverordnung (TfV) §§ 14, 15).
* Angaben ohne Gewähr.
SchichtdienstKörperlich leicht5.075 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Fahrdienstleiter/in
Auch: Stellwerker/in
Mit Ausbildung oder Prüfung
Im Stellwerk oder in einer Betriebszentrale regelst du als Fahrdienstleiter/in den Zugverkehr auf deinem Abschnitt, stellst Weichen und Signale und entscheidest bei Störungen.
- Das bringst du mit:
- Du kennst Signale, Fahrstraßen, Betriebsvorschriften und das Zusammenspiel von Zug und Stellwerk aus dem Führerstand.
- So kommst du hin:
- Qualifizierung beim Betreiber der Schieneninfrastruktur, meist mehrere Monate mit Prüfung und Einarbeitung am Stellwerk; deine Betriebskenntnisse helfen dir dabei. Der Wechsel bietet sich an, wenn du nicht mehr fahren möchtest oder darfst, die gesundheitlichen Anforderungen unterscheiden sich teilweise von denen für Triebfahrzeugführer; Schichtdienst bleibt.*Gesetzlich geregelt (Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) §§ 47, 48).
* Angaben ohne Gewähr.
Oft am WochenendeSchichtdienstKörperlich leichtWenig Kundenkontakt3.929 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Elektroniker/in in der Schienenfahrzeuginstandhaltung
Auch: Mechatroniker/in in einem Bahnwerk
Mit Umschulung
In der Instandhaltung prüfst, wartest und reparierst du Triebwagen und Lokomotiven, liest Fehlerspeicher aus und arbeitest an Elektrik und Elektronik.
- Das bringst du mit:
- Du kennst Antriebe, Bremsen, Türsysteme und typische Störungen der Fahrzeuge und kannst Fehler aus dem Führerstand genau beschreiben.
- So kommst du hin:
- Mit einem Abschluss in einem Elektro- oder Metallberuf arbeiten dich Instandhaltungswerke einige Monate ein. Ohne passenden Abschluss führt eine Umschulung zum Mechatroniker oder zur Mechatronikerin oder zum Elektroniker oder zur Elektronikerin für Betriebstechnik, meist gut 2 Jahre, zum Ziel; Agentur für Arbeit oder Jobcenter können sie fördern.*
* Angaben ohne Gewähr.
SchichtdienstKörperlich anstrengendWenig Kundenkontakt4.309 €brutto im MonatMittleres Gehalt
-
Straßenbahnfahrer/in
Mit Ausbildung oder Prüfung
Als Straßenbahnfahrer/in fährst du im Stadtverkehr zwischen Autos, Radfahrern und Fußgängern, hältst den Takt und hilfst Fahrgästen.
- Das bringst du mit:
- Du fährst Schienenfahrzeuge nach Signalen und Fahrplan, kennst Bremsverhalten und Störungen und bist Schichtdienst gewohnt.
- So kommst du hin:
- Verkehrsbetriebe schulen dich intern, meist einige Wochen bis wenige Monate, und prüfen danach deine Eignung; Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 21 Jahren und die ärztliche Tauglichkeit. Der Wechsel passt, wenn du feste Strecken in deiner Stadt und keine Übernachtungen auswärts möchtest; im Straßenverkehr musst du anders aufmerksam sein als auf der Eisenbahn.*Gesetzlich geregelt (Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab) §§ 11, 12).
* Angaben ohne Gewähr.
Oft am WochenendeSchichtdienstKörperlich leichtViel mit Menschen3.585 €brutto im MonatMittleres Gehalt
Gehalt: Mitte aller Vollzeitbeschäftigten im jeweiligen Beruf, brutto im Monat ohne Sonderzahlungen, Stand April 2025. Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Tabelle 62361-0030, Lizenz dl-de/by-2-0. Zuordnung zu den Berufen: quereinsteiger.de. Angaben ohne Gewähr.
Häufige Fragen
Welche Berufe kann ich als Lokführer/in ohne Ausbildung oder Umschulung machen?
Ohne neuen Abschluss, oft mit Einarbeitung im Betrieb: Disponent/in in der Transportleitung, Inbetriebnahmetechniker/in für Schienenfahrzeuge und Notfallmanager/in bei der Eisenbahn.
Welche Umschulung oder Weiterbildung passt zu Lokführer/in?
Mit einer Ausbildung, Umschulung, Fortbildung oder einem Kurs: Ausbilder/in für Triebfahrzeugführer, Fahrdienstleiter/in, Elektroniker/in in der Schienenfahrzeuginstandhaltung und Straßenbahnfahrer/in.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als Lokführer/in?
Als Aufstieg gelten zum Beispiel: Ausbilder/in für Triebfahrzeugführer.
Welche dieser Berufe zahlen am meisten?
Das höchste mittlere Gehalt in Vollzeit haben laut amtlicher Statistik: Ausbilder/in für Triebfahrzeugführer (5.075 € brutto im Monat), Elektroniker/in in der Schienenfahrzeuginstandhaltung (4.309 € brutto im Monat) und Inbetriebnahmetechniker/in für Schienenfahrzeuge (4.188 € brutto im Monat). Die Hälfte der Beschäftigten verdient mehr, die Hälfte weniger, beim Einstieg liegt es oft darunter. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), April 2025. Angaben ohne Gewähr.
Dein Beruf ist nicht dabei?
Ein Satz von dir reicht.
Gib ein, was du heute machst, auch in eigenen Worten.
Du siehst sofort, wohin du wechseln kannst.